Abdominoplastik
Nach größerem Abnehmen und fast immer nach der Schwangerschaft bleibt die Bauchdecke schlaff und die Haut locker.
In diesem Zustand, das fachsprachig venter pendulus genannt wird (auf deutsch Hängebauch), ist die Haut deutlich locker eventuell mit Dehnungsstreifen und in einigen Fällen kann sie sogar einen Überhang an dem Unterbauch bilden. Gewöhnlich ist die Schicht des Unterhautfettes übermäßig und das Muskelgewebe in der Tiefe deutlich locker und erschlafft. Die Bauchdecke besteht aus den folgenden Schichten (von oben nach unten): obere Hautdecke, Unterhautfettgewebe, Muskelgewebe und Peritoneum (Bauchfell). Die Abdominoplastik oder Bauchdeckenplastik rekonstruiert die ersten drei von den oben angeführten anatomischen Schichten. Die Operation wird in der Vollnarkose durchgeführt, dauert etwa zwei Stunden und erfordert nachfolgende stationäre Behandlung für gewöhnlich zwei bis drei Tage. Chirurgische Rekonvaleszenzdauer ist drei Wochen, volle körperliche Belastung mit allen Risiken ist erst nach sechs Wochen möglich. Die Folgenarbe verläuft gewöhnlich quer durch den Unterbauch, manchmal kann sie die Form eines Ankers haben. Oft wird dieser Eingriff mit der Vibrationsliposuktion nach der Tumeneneszenzmethode der Taille und der Hüften kombiniert. Einfachere Form dieser Operation ist die so genannte Miniabdominoplastik, bei welcher nur der Unterbauch chirurgisch korrigiert wird.